Falschaussage im Aufruf zur Protestaktion

Entgegen der Aussage der Grünen, wurde die Fällung der Eichen noch nicht beschlossen!
Bildquelle: Screenshot Instagram @gruenehersbruck

Grüne und Co. rufen folgendermaßen zu ihrem heutigen Protest auf: „Der Hersbrucker Bauausschuss hat mehrheitlich die Fällung von sechs etwa 250 Jahre alten Eichen beschlossen […] skandalöse Entscheidung.“
(Quelle: Facebook/Instagram)


Tatsächlich wurde bisher aber nur eine weitere Klärung des Sachverhaltes beschlossen, Stichwort „unabhängiges Gutachten“! Hier der genaue Wortlaut des Beschlusses: „Die Verwaltung wird beauftragt, mit dem Planer bzw. Bauherren das erforderliche Maß für das Zurückschneiden bzw. Fällen der Bäume entlang der Leutenbachstraße abzuklären.“ Zudem wird ein Bodengutachten gefordert.
(Quelle: Ratsinfosystem)


Von einem bereits erfolgten „skandalösen Beschluss“, die Eichen zu fällen, kann also keine Rede sein!


Auch wir im FRB diskutieren kontrovers über den Sachverhalt, versuchen Lösungen und Kompromisse zu finden, und natürlich haben auch wir zahlreiche Mitglieder, die eine Fällung der Bäume mehr als bedauerlich fänden.
Hierzu eine Meinung zu haben und diese gerne auch öffentlich zu zeigen ist aber die eine Sache, in diesem Zusammenhang polarisierende Halbwahrheiten zu verbreiten finden wir dagegen höchst unangebracht!

Der Fuchsaurundweg

Heute mal ein Ausflugstipp, besonders für Familien:
Der ca. 3,7 km lange Fuchsaurundweg in Hersbruck – genauer: Kühnhofen!

Vorneweg: Danke an alle Beteiligten, ob „aktiv“ oder begleitend, die diesen kurzweiligen und lehrreichen Themenweg ermöglicht haben – ganz besonders an die Dorfgemeinschaft Kühnhofen um Organisatorin Marianne Heinl!

„Das Projekt zeigt, was durch die Initiative und das gelebte Engagement unserer Bürger möglich ist: Eine echte Bereicherung für Hersbruck und das Nürnberger Land„, so Bürgermeister Robert Ilg.

Wegbeschreibung

Seit Ende Juni führt der, von Ute Plank illustrierte, kleine Fuchs die kleinen und großen Wanderer auf gut begehbaren Wegen vom Kühnhofener Dorfplatz entlang des Sittenbachs zur Fuchsau und am Fuße des kleinen Hansgörgls zurück nach Kühnhofen. Ob Jahresringe zählen, Ameisenhaufen untersuchen, Bäume umarmen, am Biberbau oder beim Vogelstimmenraten (per QR Code online abrufbar) – der Rundweg ist mit seinen 13 Erlebnisstationen reich an kindgerechten Infos über den Wald und seine Bewohner.

Wir sind von dem Fuchsaurundweg begeistert – auch unsere Stadträtin Irmgard Raum hat ihn schon mit ihrer Enkelin ausprobiert: „Die gesamte Runde ist mit liebevoll gestalteten Füchsen geschmückt und von den vielen interessante Stationen war die Kugelbahn für uns der Höhepunkt. Ich kann mir vorstellen, dass der Weg besonders für Familien, Kindergartengruppen und Grundschulklassen ein tolles Angebot gegen Langeweile ist. Vielen Dank den vielen engagierten Ehrenamtlichen, die dieses Angebot ermöglicht haben und betreuen!“

Start- und Zielpunkt ist der Dorfplatz in Kühnhofen, der Rundweg kann aber auch am Parkplatz bei der Fuchsau begonnen werden. Hier befinden sich auch kleine Boxen mit den Übersichtskarten (inkl. Stationsbeschreibungen) zum Mitnehmen. Falls diese mal leer sind: Die Karte gibt es auch auf der Website von Ute Plank (externer Link…).

Damit ihr euch nicht verlaufen könnt, ist der Weg durchgängig mit den kleinen runden Füchsen markiert – und wir haben ihn für euch getrackt, hier gibt’s die Route für Wandernavi oder -App zum Herunterladen:
GPX-Datei (Download)

Wir wünschen dem liebevoll gestalteten Weg, dass er den nötigen Respekt erfährt und in unserer schönen und reizvollen Landschaft möglichst lange erhalten bleibt!

Text: Marco Schnellinger
Fotos: Gudrun Zeltner / Marco Schnellinger

Das Strudelbad bleibt 2021 leider geschlossen

Leider müssen wir das Foto vom letzten Jahr nochmal aus der Schublade ziehen – das Strudelbad bleibt dieses Jahr geschlossen. Uns und den Stadträten der anderen Fraktionen fiel das nicht leicht! Wenngleich die Entscheidung letztlich mit nur einer Gegenstimme gefallen ist, sind wir sicher, dass der GESAMTE Stadtrat das Bad unter vertretbaren Umständen gerne geöffnet hätte.

Neben den aus dem letzten Jahr bekannten Einschränkungen im Betrieb (Hygienekonzept, Zeitslots, …) und der noch laufenden Sanierungsarbeiten, gibt es dieses Jahr auch eine ganz spezielle finanzielle Situation:
Vergangenes Jahr wurden der Stadt Hersbruck Stabilisierungshilfen vom Freistaat in Höhe von 2,6 Mio. € nur gewährt, da der Stadtrat bei der Haushaltsplanung u.A. im Bereich der „freiwilligen Leistungen“ (dazu gehört auch das Strudelbad) Einsparungen und einen maximalen Defizitausgleich für das Bad in Höhe von 650.000,-€ beschlossen hatte.

Dieser Rahmen würde bei einer Badöffnung jedoch dramatisch überstiegen:
Der „Corona-Betrieb“ im vergangenen Jahr hatte schon einen Verlust von ca. 850.000,-€ verursacht. Aufgrund der dringenden Sanierungsarbeiten, die ihrerseits Kosten bedeuten und zudem zu einer verkürzten möglichen Öffnungsdauer führen, würde das Defizit im Jahr 2021 noch einmal deutlich höher ausfallen. Das ist im Hinblick auf die Konsequenzen, einer wahrscheinlichen Rückforderung der bereits erhaltenen millionenschweren Stabilisierungshilfen, für unsere Mandatsträger nicht verantwortbar.

Text: Marco Schnellinger

Ergänzung, da Zahlen abweichend von HZ-Bericht:

Das Defizit 2020 in Höhe von 850.000,-€ bezieht sich auf den gesamten Badbetrieb des Kommunalunternehmens Strudelbad/Therme, welches aus dem städtischen Haushalt, sozusagen als „freiwillige Leistung“, ausgeglichen wird. Der Anteil des Strudelbades alleine betrug davon letztes Jahr ca. 479.000,-€. Dieser ergibt sich aus Ausgaben in Höhe von 519.000,-€ (Gehälter, Betrieb, Investitionen, …) minus der, Corona bedingt sehr gering ausgefallenen, Eintrittseinnahmen in Höhe von etwa. 40.000,-€. Zum Vergleich: In „normalen Jahren“, mit sowohl höheren Einnahmen als auch geringeren Ausgaben (Stichwort „Zusätzliche Hygienemaßnahmen“), beträgt das reine Strudelbaddefizit zwischen 200.000,- und 250.000,-€.

Re-Start eines offenen Jugendtreffs in Hersbruck

Der Ausschuss für Familie, Jugend, Schulen und Soziales hat in seiner letzten Sitzung die Voraussetzungen geschaffen, dass wieder ein offener Jugendtreff unter Leitung der Hersbrucker Streetworker im Selneckerhaus der Ev. Stadtkirchengemeinde starten kann. Abhängig vom weiteren Verlauf der Corona-Pandemie, wäre eine Eröffnung noch Ende 2020 möglich.

Bereits seit einiger Zeit setzen sich der Arbeitskreis „Hersbruck inklusiv“, der StadtJugendRat und Vertreter der Rummelsberger Dienste damit auseinander, in Hersbruck, möglichst im Innenstadtbereich, wieder einen Jugendtreff zu etablieren. Die Idee war, zwei Treffs (einen Jugendtreff und einen inklusiven Treff) zwar getrennt, aber in unmittelbarer räumlicher Nähe zu errichten, so dass sich Begegnungsmöglichkeiten unterschiedlicher Personengruppen ergeben können. Diakon Jochen Tetzlaff, Vertreter der Ev. Stadtkirchengemeinde, ist kürzlich auf unsere Hersbrucker Streetworker und die Stadtverwaltung zugegangen, um die vorübergehende Nutzung der Räume im Kellergeschoss des Nikolaus-Selnecker-Hauses für diese Zwecke anzubieten.

Im daraufhin erfolgten Abstimmungsgespräch zwischen Stadtverwaltung, Rummelsberger Dienste (Träger unseres aktuellen Streetworker Angebots) und der Kirchengemeinde, wurde ein Konzept erarbeitet, das nun vom zuständigen Ausschuss einstimmig angenommen wurde.

Hier das Konzept zusammengefasst:

Als Ergänzung zu ihrer bisherigen Arbeit betreuen und organisieren die Hersbrucker Streetworker an zwei Wochentagen einen offenen Treff in den Jugendräumen des Selneckerhauses. Darüber hinaus ist die gelegentliche Nutzung für Einzelveranstaltungen an den Wochenenden möglich. Mit der Ev. Kirchengemeinde wird eine, zunächst auf ein Jahr begrenzte, Nutzungsvereinbarung geschlossen.

Da die Räumlichkeiten im Untergeschoss des Selneckerhauses bereits seit vielen Jahren von der Evangelischen Jugend genutzt werden, existiert dort bereits eine Ausstattung mit Kicker und Billardtisch, sowie die Möglichkeit zum Verzehr von Speisen und Getränken. Aufgrund des vorhandenen Inventars, können die Räumlichkeiten sehr kurzfristig genutzt werden. Sofern es die Bestimmungen hinsichtlich der Corona-Pandemie und deren Hygienevorschriften wieder erlauben würden, wäre ein Beginn sogar noch Ende November 2020 denkbar.

Nach Entscheidung des Ausschusses läuft die Kooperationsvereinbarung mit den Rummelsberger Diensten vorerst drei Jahre, wobei weiterhin nach Räumlichkeiten gesucht wird, um eine dauerhafte Bleibe für den Jugendtreff zu finden.

Fraktionssprecher Jürgen Amann: „Uns als Stadträte des FRB war es wichtig, dass es nach Jahren der Vakanz endlich wieder einen offenen Treffpunkt für unsere Jugendlichen gibt. Mit der Ev. Stadtkirchengemeinde haben wir hier einen Partner gefunden, der sich offen für alle Jugendlichen zeigt, egal ob Christen unterschiedlicher Konfessionen oder Jugendliche anderer Glaubensrichtungen.“

Text: Marco Schnellinger / Jürgen Amann

Infoveranstaltung DB-Elektrifizierung

Am morgigen Donnerstag den 22.10.2020 findet um 18.00 Uhr ein Online-Infotermin zum Bahnausbau im Bereich Neunkirchen-Hersbruck-Hohenstadt statt. Der Schwerpunkt ist also die Information zu den aktuellen Planungen zur Streckenelektrifizierung direkt im Bereich um Hersbruck.

Wie bei den schon vorangegangenen Terminen, wird es auch hier die Möglichkeit geben, Fragen zu stellen und Hinweise zu geben – selbstverständlich auch zu dem viel diskutierten Thema „Bahnstrom“ – nutzen Sie die Gelegenheit sich zu Informieren und aktiv einzubringen!

Link zur Online-Veranstaltung der DB…

Unsere Einschätzung zum aktuellen Stand des Planungsverfahrens:

Wir unterstützen den Plan zur Elektrifizierung der Bahnstrecke rechts der Pegnitz ausdrücklich und sehen darin vor allem eine Chance, in den kommenden Jahren eine zeitgemäße und umweltverträgliche Nahverkehrsanbindung in Hersbruck zu er- und behalten. Das Ausrangieren der aktuell verwendeten Dieselloks, stellt einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zur sauberen Luft im Pegnitztal dar. Positiver Nebeneffekt ist die Perspektive auf eine S-Bahn Anbindung, sowie die damit einhergehende Überprüfung und ggf. Modernisierung der betroffenen Bahnhöfe – Stichwort: Barrierefreiheit am rechten Bahnhof.

Während es in unseren Nachbargemeinden teils großen Widerstand gegen die Planungen der Deutschen Bahn bezüglich des Verlaufes der, für dieses Projekt zwingend notwendigen, Bahnstromleitungen gibt, stehen wir dem Thema in Hersbruck etwas gelassener gegenüber:
Im aktuellen Leitungsentwurf erwägt die Bahn einen Verlauf entlang der vorhandenen 110kV Leitung im Bereich Weiher-Ostbahn-Ellenbach. Hierzu haben wir bereits den Hinweis an die Bahn übermittelt, dass uns eine Verbreiterung der Trasse aufgrund der nahen Wohnbebauung nicht möglich erscheint und in unseren Augen nur eine Bündelung mit den bereits vorhandenen Masten in Frage käme – natürlich auch mit Rücksicht auf das Landschaftsbild.
Unsere vorgezogene Variante wäre jedoch eine Verlegung der Leitungen entlang der bestehenden Bahnstrecke – technisch scheint das durchaus machbar, wir bleiben dran!

Link zum Leitungsentwurf inkl. unseres Planungshinweises…

Sollten Sie Fragen haben, nutzen Sie bitte entweder direkt die Infoveranstaltung, das Kontaktformular der DB (siehe Link zum Planungsentwurf) oder sprechen Sie einfach uns an.

Text: Marco Schnellinger