FRB diskutiert online über Kommunalpolitik

Da sich auch die Mitglieder des Freien Rathausblocks schon länger nicht mehr zum gegenseitigen Austausch mit den Mandatsträgern treffen konnten, entstand der Wunsch, die „Stammtische“ in regelmäßigen Abständen online abzuhalten. Das daraufhin organisierte Format wurde von den Mitgliedern bereits bei seiner ersten Auflage sehr gut angenommen, und so diskutierten über 20 Mitglieder mit Bürgermeister, Stadträten und Landrat Armin Kroder über die aktuelle Stadt- und Kreispolitik. Einen großen Anteil beanspruchte dabei die aktuelle Corona-Lage im Nürnberger Land und, aufgrund Kroders Funktion im Landesvorstand der Freien Wähler, eine engagierte Debatte über die weiteren Perspektiven und Entwicklungen bezüglich der Pandemiebekämpfung.

Alle Anwesenden waren sich einig, dass auf Grundlage der im Vergleich zum Beginn der Pandemie deutlich verbesserten individuellen Schutzmöglichkeiten auch eine Diskussion über das verantwortungsvolle Öffnen einzelner Bereiche geführt werden sollte. Größtes Problem der politischen Entscheider bei der Diskussion um Lockerungen ist allerdings die mangelhafte Datengrundlage zu den Übertragungswegen der Krankheitserreger. Es gibt zwar auch im Nürnberger Land immer wieder Fallhäufungen in Pflegeheimen, Gemeinschaftsunterkünften und vergleichbaren Einrichtungen – und natürlich im direkten privaten bzw. familiären Umfeld. Bei der überwiegenden Mehrheit der Fälle kann aber selbst von den Betroffenen nicht sicher angegeben werden, wo sie sich angesteckt haben könnten.

Durch die ausgewogene Mischung der Diskussionsteilnehmer, mit Eltern, Selbstständigen, Gastronomen und Unternehmern, konnten auch vielseitige Sorgen und Nöte an den Landrat adressiert werden. So ist die verschleppte Auszahlung der staatlichen Hilfen ein existenzbedrohendes Problem für die Betroffenen, das von den Handelnden zwar erkannt wurde, aber noch immer nicht zufriedenstellend gelöst werden konnte. Ebenso ist es zwar erfreulich zu hören, dass das Impfzentrum aus Landkreis-Sicht hervorragend läuft, die langsame und zudem teils unzuverlässige Impfstoffversorgung, kombiniert mit dem aufwendigen Terminvergabeverfahren, hat jedoch viel Vertrauen in die Handelnden auf Bund- und Länderebene verspielt.

Als bedenklich empfanden es die Gesprächsteilnehmer, dass Menschen mit verständlichen, substanziellen Anliegen und vernünftigen Argumentationsansätzen, wie z.B. aus dem Einzelhandel oder der Hotellerie, in der öffentlichen Wahrnehmung oftmals untergehen. Stattdessen werden Demonstrationen von einer, inakzeptablen, lauten und Corona leugnenden Szene aus Rechts-, Links- und Querdenkern dominiert.

Bürgermeister Robert Ilg berichtete über die aktuellen Entwicklungen in Hersbruck, das finanziell überraschend gut durch das Jahr 2020 gekommen ist. Einen nicht geringen Anteil daran haben die 2,1 Mio. € Stabilisierungshilfe, die der Stadt, auch aufgrund der strengen Bemühungen zur Haushaltskonsolidierung in den vergangenen Jahren, zugeteilt wurden. Darüber hinaus wird die Gewerbesteuerzuweisung coronabedingt auf Grundlage der 3 Jahre vor der Pandemie berechnet, wodurch die Einnahmen auch hier stabil bleiben. Hinzu kommt, dass einige Ausgaben letztendlich geringer ausgefallen sind, als ursprünglich geplant, wodurch unter dem Strich sogar Schulden ab- und Rücklagen aufgebaut werden konnten. Die Notwendigkeit hierzu wird sich in den nun folgenden Jahren zeigen, die laut Bürgermeister dann finanziell deutlich „anspruchsvoller“ werden.

Nichts desto trotz soll auch weiter in Hersbrucks Zukunft investiert werden, wie durch die Aufstockung des Kinderkompetenzzentrums und die anstehende Generalsanierung der Grund- und Hauptschule. Für Infrastruktur und Klimaschutz ist ein Radwegekonzept in Planung. Dieses ist ein Beispiel dafür, dass in Hersbruck nicht nur über Klimaschutz geredet wird, sondern auch konkrete Maßnahmen umgesetzt werden.

Die Onlineveranstaltung wurde durch weitere Nachfragen und Anregungen der Mitglieder bereichert. So wurde vorgeschlagen, bei einer anstehenden Öffnung von Gastronomie und Kneipen, den Wirten seitens Verwaltung entgegenzukommen. Weitere Fragen betrafen den aktuellen Stand bei geplanten oder bereits laufenden Bauvorhaben im Stadtgebiet, beispielsweise zum Umbau im Sparkassengebäude. Dieser kommt sehr gut voran, sodass nun das Verkehrskonzept zum Hotel in Angriff genommen werden kann.

Text: Marco Schnellinger

Re-Start eines offenen Jugendtreffs in Hersbruck

Der Ausschuss für Familie, Jugend, Schulen und Soziales hat in seiner letzten Sitzung die Voraussetzungen geschaffen, dass wieder ein offener Jugendtreff unter Leitung der Hersbrucker Streetworker im Selneckerhaus der Ev. Stadtkirchengemeinde starten kann. Abhängig vom weiteren Verlauf der Corona-Pandemie, wäre eine Eröffnung noch Ende 2020 möglich.

Bereits seit einiger Zeit setzen sich der Arbeitskreis „Hersbruck inklusiv“, der StadtJugendRat und Vertreter der Rummelsberger Dienste damit auseinander, in Hersbruck, möglichst im Innenstadtbereich, wieder einen Jugendtreff zu etablieren. Die Idee war, zwei Treffs (einen Jugendtreff und einen inklusiven Treff) zwar getrennt, aber in unmittelbarer räumlicher Nähe zu errichten, so dass sich Begegnungsmöglichkeiten unterschiedlicher Personengruppen ergeben können. Diakon Jochen Tetzlaff, Vertreter der Ev. Stadtkirchengemeinde, ist kürzlich auf unsere Hersbrucker Streetworker und die Stadtverwaltung zugegangen, um die vorübergehende Nutzung der Räume im Kellergeschoss des Nikolaus-Selnecker-Hauses für diese Zwecke anzubieten.

Im daraufhin erfolgten Abstimmungsgespräch zwischen Stadtverwaltung, Rummelsberger Dienste (Träger unseres aktuellen Streetworker Angebots) und der Kirchengemeinde, wurde ein Konzept erarbeitet, das nun vom zuständigen Ausschuss einstimmig angenommen wurde.

Hier das Konzept zusammengefasst:

Als Ergänzung zu ihrer bisherigen Arbeit betreuen und organisieren die Hersbrucker Streetworker an zwei Wochentagen einen offenen Treff in den Jugendräumen des Selneckerhauses. Darüber hinaus ist die gelegentliche Nutzung für Einzelveranstaltungen an den Wochenenden möglich. Mit der Ev. Kirchengemeinde wird eine, zunächst auf ein Jahr begrenzte, Nutzungsvereinbarung geschlossen.

Da die Räumlichkeiten im Untergeschoss des Selneckerhauses bereits seit vielen Jahren von der Evangelischen Jugend genutzt werden, existiert dort bereits eine Ausstattung mit Kicker und Billardtisch, sowie die Möglichkeit zum Verzehr von Speisen und Getränken. Aufgrund des vorhandenen Inventars, können die Räumlichkeiten sehr kurzfristig genutzt werden. Sofern es die Bestimmungen hinsichtlich der Corona-Pandemie und deren Hygienevorschriften wieder erlauben würden, wäre ein Beginn sogar noch Ende November 2020 denkbar.

Nach Entscheidung des Ausschusses läuft die Kooperationsvereinbarung mit den Rummelsberger Diensten vorerst drei Jahre, wobei weiterhin nach Räumlichkeiten gesucht wird, um eine dauerhafte Bleibe für den Jugendtreff zu finden.

Fraktionssprecher Jürgen Amann: „Uns als Stadträte des FRB war es wichtig, dass es nach Jahren der Vakanz endlich wieder einen offenen Treffpunkt für unsere Jugendlichen gibt. Mit der Ev. Stadtkirchengemeinde haben wir hier einen Partner gefunden, der sich offen für alle Jugendlichen zeigt, egal ob Christen unterschiedlicher Konfessionen oder Jugendliche anderer Glaubensrichtungen.“

Text: Marco Schnellinger / Jürgen Amann

Abschlussveranstaltung „Show-Cooking“

Unsere Abschlussveranstaltung „Das Beste kocht zum Schluss“ mit unseren ambitionierten Köchen Robert Ilg und Armin Kroder war ein voller Erfolg. Unter der professionellen Anleitung von Hans-Peter Eberhard entstanden in der Show-Küche der Fackelmann Welt Gaumenfreuden vom Halloumi-Käse mit Bärlauch-Pesto, über Reibeküchlein mit Räucherlachs bis hin zu Miniklößen mit Schäufele-Braten, abgerundet durch Kaiserschmarrn mit Vanillesauce und Käsekuchen im Gläschen.

Selbstverständlich gab es neben den leckeren Köstlichkeiten auch ein paar obligatorische Informationen über die Kommunalwahlen und den gelebten Politikstil der parteiübergreifenden Zusammenarbeit, für den Robert Ilg, Armin Kroder und selbstverständlich auch all unsere Kandidaten für den Stadtrat und den Kreistag persönlich einstehen. Viele der Entscheidungen der letzten Jahre konnten unter der Moderation unseres Bürgermeisters und unseres Landrats einstimmig und zum Wohle aller Bürgerinnen und Bürger getroffen werden. Dieser Weg des Zusammenhalts und der sachorientierten Politik muss sich auch in den kommenden Jahren fortsetzen – insbesondere da die Herausforderungen für unsere Gesellschaft eher noch größer werden.

Vielen Dank an alle unsere interessierten Besucher, sowie an die engagierten Mitarbeiter der Fackelmann Welt und des „Grünen Baum“ Kühnhofen unter Leitung von Anita Eberhard, welche schon den ganzen Tag über mit den Vorbereitungen beschäftigt waren, um auch wirklich alle Gäste satt zu bekommen. Ebenfalls bedanken möchten wir uns bei Alexander Fackelmann, für die Zurverfügungstellung der Eventküche in der Fackelmann Welt, Familie Binder (REWE) für die Zutaten und Familie Weid (Bürgerbräu) für die Getränke.

Sie alle haben diese wunderbare Veranstaltung erst ermöglicht 💕

Bericht: Marco Schnellinger

Weitere Impressionen des sehr gelungenen Abends von unseren Eventfotografen Christina Bleisteiner und Travel deer photography:

„Das Beste kocht zum Schluss“: Abschlussveranstaltung

Am 5. März laden wir Sie herzlich zu unserem Show-Cooking-Event in die Fackelmann Welt ein (Nürnberger Str. 91):
Ab 19.00 Uhr können Sie unsere Kandidaten für Stadt und Kreis in dieser besonderen Atmosphäre kennenlernen.
Dazu zaubern unsere „Spitzenköche“ (und Spitzenkandidaten) Robert Ilg und Armin Kroder gemeinsam mit Hans Peter Eberhard („Grüner Baum“ Kühnofen) köstliche Häppchen für Sie.
Zum Höhepunkt und Abschluss unserer Wahlbewerbungsphase wird es also nicht nur informativ, sondern vor allem auch: lecker!
Häppchen und Getränke gehen natürlich auf uns 💕

112 …und nun? Danke für Ihr großes Interesse!

Wir bedanken uns herzlich für Ihr großes Interesse! Bei unserer Infoveranstaltung zur Notfallversorgung im großen Festsaal des „Grünen Baum“ Kühnhofen am gestrigen Abend mussten wir sogar noch Tische und Stühle anbauen, um allen Interessierten einen Sitzplatz bieten zu können.

Unsere Referenten Dr. Martin Seitz, Dr. Hans Kolb, Bernd Lödel und Armin Mergl haben sachlich und unverblümt dargelegt, wie die Wirklichkeit der Notärzte und Rettungsdienste derzeit im Nürnberger Land (und ganz Bayern) aussieht – und welche Entscheidungen in der Landes- und Bundespolitik zu der aktuell angespannten Situation geführt haben.

So fehlen derzeit in den Krankenhäusern im Nürnberger Land 60 Betten, was im Notfall dazu führt, dass die Rettungswagen mit Patient und Notarzt bis Nürnberg, Erlangen oder in die Oberpfalz fahren müssen. Außerdem wird auch die Besetzung der Notarztdienste zunehmend schwieriger. Durch die weniger werdenden Ärzte in ländlichen Gebieten werden es auch weniger Ärzte, welche sich die (freiwilligen) Schichten aufteilen können. Hinzu kommt eine immer unattraktivere Bezahlung und die Tatsache, dass junge Ärzte „familienorientierter“ werden, also geregelte Arbeitszeiten ohne Nachtschichten bevorzugen.

Bürgermeister Robert Ilg und Landrat Armin Kroder beleuchteten das Thema im Kontext der Kommunalpolitik und mit welchen Maßnahmen und Ideen sie die Herausforderungen der nächsten Jahre angehen möchten. So muss auf Bundes- und Landeseben daraufhin gewirkt werden, dass zumindest die Notaufnahme des Laufer Krankenhauses erhalten bleibt. Im Rahmen eines angedachten Gesetzes zu INZ (integrierten Notfallzentren) wäre diese nämlich durchaus gefährdet: Es könnten dort zwar vermutlich weiterhin Notfälle behandelt werden, das Krankenhaus bekäme dafür aber deutlich weniger Kosten erstattet, was über kurz oder lang für finanzielle Probleme sorgen würde.

Für Hersbruck gibt es bisher vage Pläne für ein „Haus der Gesundheit“ mit Tagesklinik im Herzen der Altstadt (Stichwort IGZ auf dem Posthofareal). Die Gespräche mit dem bayrischen Gesundheitsministerium laufen, klar ist: Eine zentrale Anlaufstelle, mit möglicherweise internistischer Versorgung in Hersbruck ist wünschenswert, muss aber in jedem Fall mit den niedergelassenen Ärzten vor Ort abgestimmt sein.

Als positiven Schlussakzent konnte Robert Ilg noch berichten, dass die Diakonie Neuendettelsau 18 Mio. € in Hersbruck investieren wird, um ein „Betreutes Wohnen“ mit Tagespflegeplätzen an der Therme entstehen zu lassen.

Im Anschluss an die Veranstaltung nahmen viele der Besucher das Angebot wahr und tauschten sich mit den Referenten und unseren anwesenden Kandidaten über die Gesundheitsversorgung in Hersbruck und andere Themen, die ihnen am Herzen lagen, aus.

Bericht: Marco Schnellinger
Fotos Kroder, Seitz und Mergl: Travel deer photography