Gemeinsame Aktion zur Europawahl

Unter dem Motto „Deine Stimme für Europa“ hatten die demokratischen Parteien in Hersbruck, CSU, FRB, GRÜNE und SPD am vergangenen Samstag zum gemeinsamen Singen der Europahymne auf den Oberen Markt eingeladen. Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung von Dekanatskantorin Silke Kupper. Das Ziel der Organisatoren war es, auf die Bedeutung der Europawahl für alle EU-Bürgerinnen und Bürger hinzuweisen und bei den Wahlberechtigten vereint darum zu werben, ihre Stimme am 9. Juni für ein geeintes Europa abzugeben.

Gemeinsames Singen der Europahymne am Oberen Markt
Gemeinsame Aktion von CSU, FRB/FW, GRÜNE und SPD Hersbruck / Foto: GRÜNE Hersbruck

2. Vorsitzender Marco Schnellinger: „Wir als FRB haben uns gerne bei der Aktion beteiligt, weil die Europawahl uns alle angeht. Ein geeintes Europa ist wichtig für uns alle – auch für Hersbruck!“

Armin Kroder (FREIE WÄHLER) begrüßte alle Demokraten, die dem Aufruf gefolgt waren, um im wahrsten Sinne des Wortes ihre Stimme für Europa zu erheben. Für die kommenden Wochen wünschte er sich einen guten, parteiübergreifenden Dialog der demokratischen Parteien. Aus Hersbruck solle ein starkes pro-europäisches Signal nach Lauf, München, Berlin und Brüssel gehen.

Auch die Redner der anderen Parteien wiesen auf die Bedeutung der EU für Deutschland hin, sei es wirtschaftlich oder aufgrund der versöhnenden Aspekte im partnerschaftlichen Umgang mit unseren europäischen Nachbarn. Ein Dank ergeht auch an die GRÜNEN Hersbruck, die den Impuls für die gemeinsamen Planungen gaben. Alle Beteiligten wünschen sich nun einen respektvollen Umgang untereinander im Sinne eines fairen Wettbewerbs um die Stimmen der Wählerinnen und Wähler.

Bericht: Marco Schnellinger
Fotos: Magdalena Ilg / Grüne Hersbruck

Besuch Wasserwerk am Lindlberg

Besichtigung Wasserwerk am Lindlberg

Bürgermeister Robert Ilg freute sich, neben den FRB Vorsitzenden Norbert Winkler und Marco Schnellinger, sowie zahlreichen FRB Stadträten auch viele Interessierte aus der Bevölkerung am Wasserwerk begrüßen zu dürfen. Zudem drückten die Kandidaten der Freien Wähler für Land und Bezirk Felix Locke, Julia Hacker und Landrat Armin Kroder ihr Interesse an dem wichtigen Thema durch ihre Anwesenheit aus.

Als Fachmann führte HEWA Geschäftsführer Harald Kiesl durch die Anlagen am Lindlberg und erklärte anschaulich, wie das Wasser aus dem Boden in den privaten Wasserhahn gelangt. Es kommt aus dem örtlichen Tiefbrunnen oder einer der rings um Hersbruck verteilten Quellen. Dort wird es gefiltert und in sogenannte Hochbehälter geleitet, welche sich auf das ganze Stadtgebiet verteilen. „Durch das breit aufgestellte Netz, mit Tiefbrunnen, Quellen und Hochbehältern, ist die Wasserversorgung in Hersbruck vollkommen redundant und kann auch im Falle eines flächendeckenden Stromausfalls für ca. 3 Tage aufrechterhalten werden“, so Kiesl. Von den Hochbehältern aus können nahezu alle Teile Hersbrucks direkt und ohne zwischengeschaltete Pumpen mit Trinkwassser versorgt werden. Lediglich für die höhergelegenen Ortsteile wie z.B. Ellenbach sind Druckerhöhungsanlagen nötig.

Aufgrund der Boden- und Gesteinsbeschaffenheit der Hersbrucker Alb, hat unser Trinkwasser zwar einen gewissen Kalkgehalt, Schadstoffe sind in den Wasservorräten jedoch keine vorhanden: Das Tiefengrundwasser ist ohnehin gut abgeschirmt und auch die oberflächennäheren Quellen sind durch ihre Lage im Wald oder unter dicken Tonschichten gut vor z.B. landwirtschaftlichen Nitratbelastungen geschützt.

Jahreszeitlich bedingt, liefern die Quellen im Sommer weniger Wasser, das kann aber problemlos mit einem größerer Anteil Tiefengrundwasser ausgeglichen werden. Im Winter kann dann das Grundwasser durch einen höheren Quellwasseranteil geschont werden. „Über das Jahr gesehen, kann sich dadurch mehr Tiefengrundwasser neu bilden, als entnommen wird,“ beantwortete Kiesl eine entsprechende Nachfrage. Zusätzlich sollen weitere oberflächennahe Quellen reaktiviert werden, wie z.B. die Hansgörglquelle, welche direkt an das Wasserhaus am Lindlberg angeschlossen wird.

Interesse an der Veranstaltung zeigte auch Kirchensittenbachs Bürgermeister Klaus Albrecht. Nicht ohne Grund: Im Gegensatz zu Hersbruck hat die Riegelsteingruppe schon heute mit Herausforderungen zu kämpfen, die sich in Zukunft noch verschärfen könnten. Im Rahmen einer längerfristigen Strategie zur regionalen Wasserversorgung arbeiten die Wasserversorger von Alfeld bis Bayreuth daher schon seit geraumer Zeit an einem perspektivischen Zusammenschluss der einzelnen Versorgungsgebiete mit sogenannten Verbundleitungen. Diese flächendeckenden Versorgungssysteme sind deutlich robuster gegenüber Störungen, wie lokalen und saisonal bedingt geringeren Quellschüttungen sowie Defekten oder Störungen in den Anlagen selbst.

Für die weitere Ausgestaltung dieser Planungen wünschen sich HEWA wie auch Albrecht, an die Landtagskandidaten gewandt, Förderungen seitens des Freistaates. Diese könnten bei den lokalen Versorgern vermutlich mehr Versorgungssicherheit bewirken als teure Prestigeprojekt, wie eine Wasserleitung vom Bodensee nach Nordbayern. Vor diesem Hintergrund zeigten sich die Anwesenden auch der Einführung eines sogenannten Wassercents offen, vorausgesetzt die dadurch generierten Einnahmen kommen auch wirklich direkt der Trinkwasser Infrastruktur zu Gute.

Info: Unter „WasserCent“ versteht man eine geringe Gebühr, die bei der Entnahme von Trinkwasser an die Allgemeinheit entrichtet werden muss. Derzeit ist das in Bayern noch völlig kostenlos, wodurch vor allem Getränkekonzerne massiv profitieren.

Landrat Armin Kroder lobte in seinem abschließenden Grußwort die Weitsicht von HEWA Geschäftsführer Harald Kiesel und seinen Vorgängern. Durch deren Entscheidungen ist die Wasserversorgung in Hersbruck gut für die Zukunft aufgestellt. Trotzdem mahnte er die Anwesenden zum verantwortungsvollen Umgang mit der lebensnotwendigen Ressource. Beim Wassersparen kann jeder ganz einfach bei sich selbst anfangen und damit am Ende auch bares Geld sparen.

Bericht: Marco Schnellinger
Fotos: Christina Bleisteiner / Ilona Ilg / Marco Schnellinger

Mitgliederversammlung 2023

FRB Mitgliederversammlung 2023

Unser 1. Vorsitzender Norbert Winkler moderierte im gut gefüllten Nebenraum des Restaurants „Am Plärrer“ in Hersbruck unsere diesjährige Mitgliederversammlung. Ausführliche Infos über die aktuellen Themen in und um Hersbruck gab es von Bürgermeister Robert Ilg und Fraktionssprecher Jürgen Amann – mit interessierten Nachfragen seitens der anwesenden Mitglieder. Themen waren u.A. der weitere Verlauf zur Neugestaltung des Oberen Marktes, der Stand beim „Schwarzen Adler“ und die Perspektiven für den „Eisernen Steg“.
Ein besonderer Dank unseres Vorsitzenden galt auch den Vorstandskollegen Marco Schnellinger (2. Vorsitzender), Marc Stefes (Schriftführer) und Simone Ertel (Kassierin) für ihre tatkräftige Unterstützung im vergangenen Jahr.

Die Wahlen 2023 werfen ihren Schatten voraus

Anschließend folgte eine kurze Vorstellung der FW Landtagsdirektkandidaten Felix Locke (Nürnberger Land) und Julia Hacker (Nürnberg Ost – bei uns aber mittels Listenstimme wählbar).
Aufgrund des Zuschnittes der Stimmkreise gibt es bezüglich der Kandidaten für Landtags- und Bezirkstagswahl (Termin: 8. Oktober 2023) eine Zusammenarbeit mit dem, auch in das Nürnberger Land ragenden, Stimmkreis „Nürnberg Ost“:
So ist es möglich, dass dort Hersbrucks Robert Ilg als Direktkandidat für den Bezirkstag antreten kann (er ist somit in Hersbruck mit der Listenstimme wählbar) und Landrat sowie Bezirkstagspräsident Armin Kroder im Nürnberger Land als Direktkandidat für den Bezirkstag wählbar ist.
Aus Hersbruck stellt sich außerdem Magdalena Ilg auf Listenplatz 17 (FW) zur Wahl für den Landtag.

Text: Marco Schnellinger
Fotos: Marc Stefes & Marco Schnellinger