„Schwungvoll ins Jahr 2025“ – so lässt sich das gelungene Neujahrskonzert des FRB anlässlich seines 60-jährigen Jubiläums mit dem Revueorchester um Max Barnabas vermutlich am besten beschreiben.
„60 Jahre FRB Hersbruck, das heißt seit 1965 sachliche, ehrliche Politik, gemeinsam mit ihnen, Hand in Hand für unsere Stadt – für unsere Herzenssache: Hersbruck.“ Mit diesen (noch immer aktuellen) Slogans begrüßte der Vorsitzende des FRB Marco Schnellinger die über 250 Besucher in der gut gefüllten GERU-Halle. Sein Dank galt den Sponsoren, wie auch den zahlreichen ehrenamtlichen Helfern für ihre Unterstützung bei der Durchführung des Abends. Insbesondere nannte er Wolfgang Wein und Norbert Winkler, die ihm einen großen Teil der Planung und Organisation abgenommen hatten.
Da sich der Freie Rathausblock seit jeher inhaltlich auf Hersbruck fokussiert, und sich somit auch nicht aktiv an der anstehenden Bundestagswahl beteiligt, spielte die Politik an diesem Abend eine untergeordnete Rolle. So fielen auch die Grußworte von Bürgermeister Robert Ilg und Landrat Armin Kroder vergleichsweise kurz aus. Sie hoben stattdessen den unschätzbaren Wert der vielen Mitglieder hervor, die sich im FRB teilweise seit Jahrzehnten im Ehrenamt politisch für das Wohl der Allgemeinheit engagieren. Zudem unterstrichen sie den Benefizcharakter des Konzertes, dessen Gewinn vollständig an den Kinderfonds der Stadt Hersbruck fließt.
Wolfgang Wein übernahm die Vorstellung der Musiker. Ihm war es auch zu verdanken, dass das Orchester in seiner bemerkenswerten Besetzung nun wieder den Weg nach Hersbruck gefunden hatte.
V.l.n.r.: Robert Ilg, Norbert Winkler, Wolfgang Wein, Gerhard Wagner, Max Barnabas, Marco Schnellinger, Jürgen Amann, Volker Hegel, Gudrun Zeltner und Armin Kroder.
Es folgte ein Konzert voller Swing und bekannter Melodien, mit Klassikern wie „The Pink Panther“ über den „Chattanooga Choo Choo“ zu Queens „Crazy Little Thing Called Love“, amüsant moderiert von Max Barnabas selbst. Ein Abend, bei dem es so manchen nicht mehr auf den Stühlen hielt.
Fotos: Christina Bleisteiner Foto „Jonglage“: Renate Scharrer Text: Marco Schnellinger
Ca. 350 interessierte Anwohner aus Hersbruck und Happurg konnten sich am vergangenen Mittwochabend in der GERU-Halle aus erster Hand über die Reaktivierung des Pumpspeicherkraftwerks Happurg informieren. Unter den Anwesenden waren auch zahlreiche FRB-Mitglieder um Vorsitzenden Marco Schnellinger und unsere Stadträte um Fraktionssprecher Jürgen Amann.
Die Infos kamen direkt von den Uniper-Vertretern, u.A. Dr. Klaus Engels (Direktor Wasserkraft) und Jürgen Damm (Leiter Pumpspeicher). Unterstützung seitens Politik erhielten sie von unserm Bürgermeister Robert Ilg, seinem Amtskollegen Bernd Bogner aus Happurg, sowie Landrat Armin Kroder (beide FW) und dessen Stellvertreter Helmut Brückner (CSU).
Die Verantwortlichen lobten die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit während der knapp 1,5 Jahre dauernden Planungsphase. Nur dadurch konnte die positive Entscheidung für die Reaktivierung, mit einem Investitionsvolumen von immerhin ca. 250 Mio. €, in dieser, vergleichsweise kurzen, Zeit erfolgen.
In ihrem Vortrag erläuterten die Fachleute die Bedeutung des Speicherkraftwerks. Im Umfeld der fortschreitenden Energiewende dient es zum Ausgleich der Leistungsschwankungen, welche durch den steigenden Anteil aus Wind- und Sonnenenergie im Energiemix unweigerlich entstehen. Des Weiteren erläuterten sie den genauen Ablauf der schon begonnenen Baumaßnahmen und die getroffenen Vorkehrungen zur Sicherung und Abdichtung des Oberbeckens.
Im Anschluss konnten offene Fragen aus dem Publikum beantwortet werden
Den Anwesenden ging es vor Allem um die spätere Nutzung von Stausee und Oberbecken: Der Stausee wird weiterhin als Naherholungsgebiet zur Verfügung stehen, lediglich der Wasserpegel wird betriebsbedingt stärker schwanken als in den letzten Jahren und die Sperrzone für Boote und Schwimmer, im See unmittelbar vor dem Damm, wird vermutlich etwas vergrößert werden müssen. Am Oberbecken soll die Dammkrone nach den Baumaßnahmen wieder öffentlich zugänglich gemacht werden. Die Verantwortlichen baten aber eindringlich, die Absperrungen, welche während der Baumaßnahmen errichtet werden mussten, zu beachten. Auch das „Wildparken“ im Bereich des derzeit gesperrten Parkplatzes solle unterlassen werden, da dies an schönen Herbsttagen schon zu unübersichtlichen Verkehrssituationen geführt habe.
Sorgen bezüglich der Lärmbelästigung durch die Kraftwerksbauten konnten nicht ganz ausgeräumt werden. Es könne aber davon ausgegangen werden, dass die neueren Generatoren deutlich leiser sein werden als jene aus den letzten Betriebsjahren vor der Stilllegung und generell die Schallemissions-Grenzwerte eingehalten würden.
Bezüglich möglicher Katastrophenszenarien (z.B. Dammbruch) wurde den Anwesenden versichert, dass umfangreiche Maßnahmen zur grundsätzlichen Verhinderung eines solchen Vorfalls getroffen werden. Beispielsweise können Beschädigungen der mehrschichtigen Dichtung des Oberbeckens durch die, im Vortrag erläuterten, Monitoring-Einrichtungen in Echtzeit erkannt und ein Aufweichen des Damms durch entsprechende Maßnahmen frühzeitig verhindert werden.
Die Mitglieder des FRB Hersbruck trafen sich im Anschluss der Veranstaltung noch zu ihrem monatlichen Stammtisch, zu dem auch Landrat Armin Kroder erschien. Es entstand ein angeregter Austausch über das Pumpspeicherkraftwerk aber auch andere aktuelle Themen der Stadt- und Kreispolitik.
Marco Schnellinger folgt auf Norbert Winkler als Vorsitzender des FRB Hersbruck.
Bei der jährlichen Mitgliederversammlung des Freien Rathausblocks im Grünen Baum Kühnhofen, konnte der scheidende Vorsitzende Norbert Winkler auf ein ereignisreiches Vereinsjahr zurückblicken. Besonders hervor hob er den Infotermin am Wasserwerk Lindlberg, welcher auch von vielen interessierten Nichtmitgliedern wahrgenommen wurde, und den regen Austausch bei den stets gut besuchten Stammtischen. Erfreut war er darüber, dass der FRB sich bemühe, bei vielen der öffentlichen Veranstaltungen in Hersbruck vertreten zu sein, um so seine Wertschätzung konkret auszudrücken.
Im Namen der gesamten Vorstandschaft, dankte er den engagierten Mitgliedern für ihren Einsatz im letzten Jahr und besonders den Vorständen für ihre Unterstützung während seiner Zeit als Vorsitzender. Bei den Neuwahlen wurde sein bisheriger Stellvertreter Marco Schnellinger einstimmig zum neuen ersten Vorsitzenden des FRB gewählt. Norbert Winkler kandidierte nicht mehr, wird aber als zweiter Vorsitzender die Vorstandsarbeit weiter unterstützen. Für die übrigen Ämter wurden Marc Stefes (Schatzmeister) und Tanja Heidner (Schriftführerin), sowie als Beisitzer Anne Karges, Bastian Watzinger, Magdalena Ilg, Marco Scharrer und Wolfgang Schertel gewählt.
In den Grußworten dankte auch Bürgermeister Robert Ilg nochmals der bisherigen Vorstandschaft und freute sich über die Verjüngung des Teams. In der Stadtpolitik gäbe es, besonders im Hinblick auf den anstehenden Neubau des Grund- und Mittelschulkomplexes, derzeit einige finanzielle Herausforderungen. Dank der konstruktiven Zusammenarbeit aller Stadtratsfraktionen, ließen sich hier aber stets vernünftige Lösungen finden.
Landrat Armin Kroder dankte den anwesenden Mitgliedern für ihr ehrenamtliches, politisches Engagement, welches ein wichtiger Teil unserer Demokratie sei. Egal ob als Stadtrat oder für den Ortsverein. Auch auf Kreisebene zeichneten sich große finanzielle Herausforderungen ab, so konnte der diesjährige Haushaltsplan erst nach zahlreichen Verhandlungen und vielen Kompromissen verabschiedet werden.
In seinem Schlusswort ging der neue Vorsitzende, Marco Schnellinger, auf seine Vorstellungen für die nächsten Monate und Jahre ein. Im Hinblick auf die Kommunalwahlen 2026, aber auch die dazwischen liegenden überregionalen Wahlen, hoffe er auf einen vernünftigen Umgang der demokratischen Parteien untereinander. Das habe bei einer gemeinsamen Aktion zur Europawahl in Hersbruck schon sehr gut funktioniert. Populismus, egal aus welcher Richtung, erweise dem politischen Diskurs einen Bärendienst. Probleme müssten wieder mehr auf der Sachebene gelöst werden, die Landes- und Bundespolitik könne sich hier an der Kommunalpolitik ein Beispiel nehmen. Bei aller inhaltlicher Rivalität sollten die demokratischen Parteien nicht vergessen, was sie im Kern alle vereint: Die Achtung des Grundgesetzes und ganz konkret nach Artikel 1 die Unantastbarkeit der Würde eines jeden Menschen. Dieser demokratische Kern müsse gemeinsam gegen jegliche Form des Extremismus verteidigt werden.
Bericht: Marco Schnellinger Foto: Christina Bleisteiner
Unter dem Motto „Deine Stimme für Europa“ hatten die demokratischen Parteien in Hersbruck, CSU, FRB, GRÜNE und SPD am vergangenen Samstag zum gemeinsamen Singen der Europahymne auf den Oberen Markt eingeladen. Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung von Dekanatskantorin Silke Kupper. Das Ziel der Organisatoren war es, auf die Bedeutung der Europawahl für alle EU-Bürgerinnen und Bürger hinzuweisen und bei den Wahlberechtigten vereint darum zu werben, ihre Stimme am 9. Juni für ein geeintes Europa abzugeben.
Gemeinsame Aktion von CSU, FRB/FW, GRÜNE und SPD Hersbruck / Foto: GRÜNE Hersbruck
2. Vorsitzender Marco Schnellinger: „Wir als FRB haben uns gerne bei der Aktion beteiligt, weil die Europawahl uns alle angeht. Ein geeintes Europa ist wichtig für uns alle – auch für Hersbruck!“
Armin Kroder (FREIE WÄHLER) begrüßte alle Demokraten, die dem Aufruf gefolgt waren, um im wahrsten Sinne des Wortes ihre Stimme für Europa zu erheben. Für die kommenden Wochen wünschte er sich einen guten, parteiübergreifenden Dialog der demokratischen Parteien. Aus Hersbruck solle ein starkes pro-europäisches Signal nach Lauf, München, Berlin und Brüssel gehen.
Auch die Redner der anderen Parteien wiesen auf die Bedeutung der EU für Deutschland hin, sei es wirtschaftlich oder aufgrund der versöhnenden Aspekte im partnerschaftlichen Umgang mit unseren europäischen Nachbarn. Ein Dank ergeht auch an die GRÜNEN Hersbruck, die den Impuls für die gemeinsamen Planungen gaben. Alle Beteiligten wünschen sich nun einen respektvollen Umgang untereinander im Sinne eines fairen Wettbewerbs um die Stimmen der Wählerinnen und Wähler.
Bericht: Marco Schnellinger Fotos: Magdalena Ilg / Grüne Hersbruck
Bürgermeister Robert Ilg freute sich, neben den FRB Vorsitzenden Norbert Winkler und Marco Schnellinger, sowie zahlreichen FRB Stadträten auch viele Interessierte aus der Bevölkerung am Wasserwerk begrüßen zu dürfen. Zudem drückten die Kandidaten der Freien Wähler für Land und Bezirk Felix Locke, Julia Hacker und Landrat Armin Kroder ihr Interesse an dem wichtigen Thema durch ihre Anwesenheit aus.
Als Fachmann führte HEWA Geschäftsführer Harald Kiesl durch die Anlagen am Lindlberg und erklärte anschaulich, wie das Wasser aus dem Boden in den privaten Wasserhahn gelangt. Es kommt aus dem örtlichen Tiefbrunnen oder einer der rings um Hersbruck verteilten Quellen. Dort wird es gefiltert und in sogenannte Hochbehälter geleitet, welche sich auf das ganze Stadtgebiet verteilen. „Durch das breit aufgestellte Netz, mit Tiefbrunnen, Quellen und Hochbehältern, ist die Wasserversorgung in Hersbruck vollkommen redundant und kann auch im Falle eines flächendeckenden Stromausfalls für ca. 3 Tage aufrechterhalten werden“, so Kiesl. Von den Hochbehältern aus können nahezu alle Teile Hersbrucks direkt und ohne zwischengeschaltete Pumpen mit Trinkwassser versorgt werden. Lediglich für die höhergelegenen Ortsteile wie z.B. Ellenbach sind Druckerhöhungsanlagen nötig.
Aufgrund der Boden- und Gesteinsbeschaffenheit der Hersbrucker Alb, hat unser Trinkwasser zwar einen gewissen Kalkgehalt, Schadstoffe sind in den Wasservorräten jedoch keine vorhanden: Das Tiefengrundwasser ist ohnehin gut abgeschirmt und auch die oberflächennäheren Quellen sind durch ihre Lage im Wald oder unter dicken Tonschichten gut vor z.B. landwirtschaftlichen Nitratbelastungen geschützt.
Jahreszeitlich bedingt, liefern die Quellen im Sommer weniger Wasser, das kann aber problemlos mit einem größerer Anteil Tiefengrundwasser ausgeglichen werden. Im Winter kann dann das Grundwasser durch einen höheren Quellwasseranteil geschont werden. „Über das Jahr gesehen, kann sich dadurch mehr Tiefengrundwasser neu bilden, als entnommen wird,“ beantwortete Kiesl eine entsprechende Nachfrage. Zusätzlich sollen weitere oberflächennahe Quellen reaktiviert werden, wie z.B. die Hansgörglquelle, welche direkt an das Wasserhaus am Lindlberg angeschlossen wird.
Interesse an der Veranstaltung zeigte auch Kirchensittenbachs Bürgermeister Klaus Albrecht. Nicht ohne Grund: Im Gegensatz zu Hersbruck hat die Riegelsteingruppe schon heute mit Herausforderungen zu kämpfen, die sich in Zukunft noch verschärfen könnten. Im Rahmen einer längerfristigen Strategie zur regionalen Wasserversorgung arbeiten die Wasserversorger von Alfeld bis Bayreuth daher schon seit geraumer Zeit an einem perspektivischen Zusammenschluss der einzelnen Versorgungsgebiete mit sogenannten Verbundleitungen. Diese flächendeckenden Versorgungssysteme sind deutlich robuster gegenüber Störungen, wie lokalen und saisonal bedingt geringeren Quellschüttungen sowie Defekten oder Störungen in den Anlagen selbst.
Für die weitere Ausgestaltung dieser Planungen wünschen sich HEWA wie auch Albrecht, an die Landtagskandidaten gewandt, Förderungen seitens des Freistaates. Diese könnten bei den lokalen Versorgern vermutlich mehr Versorgungssicherheit bewirken als teure Prestigeprojekt, wie eine Wasserleitung vom Bodensee nach Nordbayern. Vor diesem Hintergrund zeigten sich die Anwesenden auch der Einführung eines sogenannten Wassercents offen, vorausgesetzt die dadurch generierten Einnahmen kommen auch wirklich direkt der Trinkwasser Infrastruktur zu Gute.
Info: Unter „WasserCent“ versteht man eine geringe Gebühr, die bei der Entnahme von Trinkwasser an die Allgemeinheit entrichtet werden muss. Derzeit ist das in Bayern noch völlig kostenlos, wodurch vor allem Getränkekonzerne massiv profitieren.
Landrat Armin Kroder lobte in seinem abschließenden Grußwort die Weitsicht von HEWA Geschäftsführer Harald Kiesel und seinen Vorgängern. Durch deren Entscheidungen ist die Wasserversorgung in Hersbruck gut für die Zukunft aufgestellt. Trotzdem mahnte er die Anwesenden zum verantwortungsvollen Umgang mit der lebensnotwendigen Ressource. Beim Wassersparen kann jeder ganz einfach bei sich selbst anfangen und damit am Ende auch bares Geld sparen.
Bericht: Marco Schnellinger Fotos: Christina Bleisteiner / Ilona Ilg / Marco Schnellinger