112 …und nun? Danke für Ihr großes Interesse!

Wir bedanken uns herzlich für Ihr großes Interesse! Bei unserer Infoveranstaltung zur Notfallversorgung im großen Festsaal des „Grünen Baum“ Kühnhofen am gestrigen Abend mussten wir sogar noch Tische und Stühle anbauen, um allen Interessierten einen Sitzplatz bieten zu können.

Unsere Referenten Dr. Martin Seitz, Dr. Hans Kolb, Bernd Lödel und Armin Mergl haben sachlich und unverblümt dargelegt, wie die Wirklichkeit der Notärzte und Rettungsdienste derzeit im Nürnberger Land (und ganz Bayern) aussieht – und welche Entscheidungen in der Landes- und Bundespolitik zu der aktuell angespannten Situation geführt haben.

So fehlen derzeit in den Krankenhäusern im Nürnberger Land 60 Betten, was im Notfall dazu führt, dass die Rettungswagen mit Patient und Notarzt bis Nürnberg, Erlangen oder in die Oberpfalz fahren müssen. Außerdem wird auch die Besetzung der Notarztdienste zunehmend schwieriger. Durch die weniger werdenden Ärzte in ländlichen Gebieten werden es auch weniger Ärzte, welche sich die (freiwilligen) Schichten aufteilen können. Hinzu kommt eine immer unattraktivere Bezahlung und die Tatsache, dass junge Ärzte „familienorientierter“ werden, also geregelte Arbeitszeiten ohne Nachtschichten bevorzugen.

Bürgermeister Robert Ilg und Landrat Armin Kroder beleuchteten das Thema im Kontext der Kommunalpolitik und mit welchen Maßnahmen und Ideen sie die Herausforderungen der nächsten Jahre angehen möchten. So muss auf Bundes- und Landeseben daraufhin gewirkt werden, dass zumindest die Notaufnahme des Laufer Krankenhauses erhalten bleibt. Im Rahmen eines angedachten Gesetzes zu INZ (integrierten Notfallzentren) wäre diese nämlich durchaus gefährdet: Es könnten dort zwar vermutlich weiterhin Notfälle behandelt werden, das Krankenhaus bekäme dafür aber deutlich weniger Kosten erstattet, was über kurz oder lang für finanzielle Probleme sorgen würde.

Für Hersbruck gibt es bisher vage Pläne für ein „Haus der Gesundheit“ mit Tagesklinik im Herzen der Altstadt (Stichwort IGZ auf dem Posthofareal). Die Gespräche mit dem bayrischen Gesundheitsministerium laufen, klar ist: Eine zentrale Anlaufstelle, mit möglicherweise internistischer Versorgung in Hersbruck ist wünschenswert, muss aber in jedem Fall mit den niedergelassenen Ärzten vor Ort abgestimmt sein.

Als positiven Schlussakzent konnte Robert Ilg noch berichten, dass die Diakonie Neuendettelsau 18 Mio. € in Hersbruck investieren wird, um ein „Betreutes Wohnen“ mit Tagespflegeplätzen an der Therme entstehen zu lassen.

Im Anschluss an die Veranstaltung nahmen viele der Besucher das Angebot wahr und tauschten sich mit den Referenten und unseren anwesenden Kandidaten über die Gesundheitsversorgung in Hersbruck und andere Themen, die ihnen am Herzen lagen, aus.

Bericht: Marco Schnellinger
Fotos Kroder, Seitz und Mergl: Travel deer photography

Infoveranstaltung "Notfallversorgung"

112 ...und nun?

11.2.: „Tag des Notrufes“. Danke an alle haupt- und ehrenamtlichen Helfer für ihren Einsatz – rund um die Uhr! 💕
Doch wie steht es um die Notfallversorgung in Hersbruck?

112 …und nun?
Wir laden Sie ein, sich mit uns am 12.02.2020 um 19.00 Uhr im „Grünen Baum“ Kühnhofen zu informieren!

Unsere Referenten klären gerne auf:

  • Dr. Hans Kolb zur aktuellen Notarztsituation
  • Dr. Martin Seitz zu Veränderungen im System
  • Bernd Lödel (Leiter Rettungsdienst) und Armin Mergl (BRK) zur Rettungsdienstsituation in Hersbruck

Bessere Vernetzung als Lösung vieler Probleme Hersbrucks

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Die Gesundheitsregion Hersbruck und der Bürgermeisterkandidat des Freien Rathausblocks Hersbruck standen im Mittelpunkt der Wahlveranstaltung im Stadthaus am Schlossplatz.

800_TDG20100111_ILG-Conny009 Der stellvertretende Vereinsvorsitzende Wolfang Schertel begrüßte die knapp 100 interessierten Zuhörer. Er machte deutlich, warum Robert Ilg für ihn persönlich die optimale Lösung als Bürgermeister für Hersbruck ist. "Er hat die kommunalpolitische Erfahrung, die andere Kandidaten nicht vorzuweisen haben" – mit diesen Worten leitete er zur Vorstellung des FRB-Kandidaten über, der sich in freier Rede zu den Herausforderungen des zukünftigen Bürgermeisters von Hersbruck äußerte. Ihm sei es fern, eine Versprechungsliste mit vielen wünschenswerten Neuerungen aufzumachen. Dies geschehe momentan ausreichend durch die anderen Kandidaten. Im Mittelpunkt seines Handelns stünde die Haushaltsneuordnung. Hier sei mit der Therme das größte Problem ausgemacht. Nach genauer Prüfung möchte Ilg entscheiden, wie mit dem Management umzugehen sei. "Zur Beruhigung aller Thermenmitarbeiter: es geht mir darum, an den Managementkosten zu arbeiten. Weitere Arbeitsplätze möchte ich in der Therme nicht einsparen.", so Ilg in Richtung der Thermenmitarbeiter. 

800_TDG20100111_ILG-Conny067 Nur auf einem soliden Finanzfundament sei es überhaupt möglich Traumschlösser zu bauen. Als Finanzexperte sei er täglich damit betraut Gelder seiner Kunden verantwortungsvoll zu betreuen. Dies werde er auch mit den Geldern der Hersbrucker Bürger machen.

Im Mittelpunkt seiner Amtsführung sieht Ilg das Miteinander in Hersbruck. "Das haben wir noch nie gemacht" – diese oder ähnliche Aussagen möchte er im Rathaus nicht hören. Vielmehr möchte er in den Dialog mit den Menschen in Hersbruck gehen und für alles Neue offen sein. Ideen möchte er bündeln und wenn möglich umsetzen. Kurz gesagt: Er möchte die Vernetzung in Hersbruck erhöhen. Um dies zu realisieren möchte Robert Ilg einen "Citymanager" installieren, der zur Aufgabe hat, der Netzwerker für die Stadt zu sein.

800_TDG20100111_ILG-Conny089 Ähnlich wie der Bürgermeisterkandidat sah Cornelia Wilhelm von der Firma Coframed die Lage in der Gesundheitsregion Hersbruck. Zwar habe man ein Alleinstellungsmerkmal, allerdings seien die Beteiligten nicht in der Lage, das Potential der Gesundheitsregion zu heben. Auch hier sei es notwendig, eine bessere Vernetzung zu erzielen. So sieht auch Frau Wilhelm die Aufgaben der Zukunft darin, bestehende Netzwerke im Sinne der Gesundheitsregion zu pflegen, aber vor allem zu erweitern. Ein Diplomarbeit, die sie in Auszügen vorstellte, zeige auf, wo die konkreten Handlungsfelder für eine erfolgreichere Gesundheitsregion liegen. "Ich bin bereit anzupacken und finde, dass die Gesundheitsregion viel Gutes zu bieten hat – wir müssen nur schaffen, dass es auch adäquat nach Außen getragen wird" – so Wilhelm, die auch Mitglied des IHK-Gremiums ist, zum Schluss ihres interessanten und ehrlichen Vortrags.

800_TDG20100111_ILG-Conny134 Locker, aber doch energisch, beschloss Landrat Armin Kroder die Veranstaltung mit einem Grußwort. Er lobte seine Vorredner und empfahl den Zuhörern den Kandidaten Robert Ilg als gute Wahl für Hersbruck.

Text: Klaus Rostek

Fotos: Thomas Geiger